Was tun bei Anlagebetrug: Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch erklärt auf

März 2026 | Anlagebetrug

Sie haben Geld in eine vermeintlich sichere Kapitalanlage investiert – und plötzlich ist es weg? Die Plattform reagiert nicht mehr, Auszahlungen werden verzögert oder komplett verweigert? Dann sind Sie möglicherweise Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Damit sind Sie nicht allein: Allein im Jahr 2024 verursachte Wirtschaftskriminalität in Deutschland laut Bundeskriminalamt Schäden von rund 2,76 Milliarden Euro, Tendenz steigend!

In dieser Situation stellen sich viele Betroffene die Frage: Was tun bei Anlagebetrug? Lohnt sich anwaltliche Hilfe oder geht man lieber direkt zur Polizei? Und kann ein spezialisierter Rechtsanwalt wie Dr. Marc Maisch tatsächlich helfen, das verlorene Geld zurückzuholen? Dieser Beitrag gibt Ihnen einen fundierten Überblick über die rechtlichen Möglichkeiten, Warnzeichen und die Frage, worauf es bei der Wahl des richtigen Anwalts ankommt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Anlagebetrug und anwaltlicher Hilfe

Was ist Anlagebetrug?

Anlagebetrug liegt vor, wenn Täter über Kapitalanlagen täuschen, etwa durch unwahre Renditeversprechen, gefälschte Handelsplattformen oder Schneeballsysteme. Strafrechtlich ist der Tatbestand in § 263 StGB (Betrug) und § 264a StGB (Kapitalanlagebetrug) geregelt.

Kann ich mein Geld bei Anlagebetrug zurückbekommen?

Eine Rückholung ist möglich, aber nicht garantiert. Die Chancen hängen davon ab, wie schnell gehandelt wird, ob Täter oder Konten identifiziert werden können und ob Vermögenswerte beschlagnahmt werden können. Die Umstände des Einzelfalls und die IT-Forensik sind entscheidend.

Was tun bei Anlagebetrug?

Sofort alle Zahlungen stoppen, Beweise sichern (Screenshots, E-Mails, Kontoauszüge), einen spezialisierten Anwalt kontaktieren und über diesen Strafanzeige erstatten. Je schneller Sie handeln, desto besser. Es kommt aber auf die Qualität der Anzeige an.

Welche Erfahrungen gibt es mit Anwalt Dr. Marc Maisch bei Anlagebetrug?

Dr. Marc Maisch ist Fachanwalt für IT-Recht in München mit Spezialisierung auf Cybercrime und Kryptobetrug. Seine Kanzlei Maisch.law arbeitet mit Blockchain-Forensikern, IT-Forensikern und Rechtsanwälten im Ausland zusammen. Eine erste Anfrage per E-Mail wird schnell und kostenlos beantwortet. Telefonische Beratungsgespräche können jederzeit dazu gebucht werden.

Woran erkenne ich Anlagebetrug?

Typische Warnzeichen sind: unrealistisch hohe Renditeversprechen bei angeblich keinem Risiko, Erfolgshonorare, Druck zur schnellen Einzahlung, fehlende BaFin-Zulassung des Anbieters, Kontoführung im Ausland, wechselnde Ansprechpartner und Probleme bei Auszahlungen.

Brauche ich einen Anwalt bei Anlagebetrug oder reicht eine Strafanzeige?

Eine Strafanzeige kann bei jeder Polizeidienststelle kostenlos erstattet werden. Der Vorteil bei der Beauftragung eines spezialisierten Rechtsanwalts besteht darin, dass er die Strafanzeige bereits für die Staatsanwaltschaft perfekt ausarbeitet. Bei Anlagebetrug kann er zudem zivilrechtliche Ansprüche auf Herausgabe von ungerechtfertigter Bereicherung oder Schadensersatzansprüche gegen Zahlungsempfänger prüfen oder Akteneinsicht nehmen.

Welche Kosten entstehen bei anwaltlicher Hilfe gegen Anlagebetrug?

Rechtsanwälte rechnen nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) oder nach einer Honorarvereinbarung ab. Unter Umständen übernimmt eine Rechtsschutzversicherung die Kosten, wenn nach dem RVG abgerechnet wird. Auf Kosten des Mandanten kann jederzeit eine Deckungsanfrage bei der Versicherung eingereicht werden.

Wie lange habe ich Zeit, um nach einem Anlagebetrug rechtliche Schritte einzuleiten?

Die regelmäßige Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche beträgt drei Jahre ab Kenntnis des Schadens und der Person des Schädigers (§§ 195, 199 BGB). Unabhängig davon gilt: Je schneller Sie handeln, desto höher die Chance, dass Vermögenswerte noch gesichert werden können. Beachten Sie auch die Verfolgungsverjährung bei Straftaten gem. § 78 StGB.

Was ist Anlagebetrug? Definition und rechtlicher Rahmen

Anlagebetrug bezeichnet Täuschungshandlungen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen. Strafrechtlich kommen insbesondere zwei Tatbestände in Betracht:

§ 263 StGB (Betrug): Der „klassische“ Betrug umfasst jede Täuschung, die zu einem Vermögensschaden beim Opfer führt. Im Anlagebereich bedeutet das: Wer Ihnen eine Kapitalanlage unter Vortäuschung falscher Tatsachen verkauft und dadurch Ihr Geld erlangt, macht sich strafbar.

§ 264a StGB (Kapitalanlagebetrug): Dieser spezielle Tatbestand erfasst bereits das Verbreiten unwahrer Angaben über eine Kapitalanlage – und zwar unabhängig davon, ob tatsächlich ein Schaden eingetreten ist. Bereits das Täuschen im Prospekt oder auf der Website genügt.

Zivilrechtlich stehen Geschädigten Schadensersatzansprüche zu, insbesondere nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit den genannten Strafnormen sowie nach § 826 BGB (sittenwidrige vorsätzliche Schädigung). Der Bundesgerichtshof hat in mehreren Entscheidungen die Position geschädigter Anleger gestärkt: So müssen Betroffene in Klageverfahren lediglich Umstände darlegen, die einen Anlagebetrug nahelegen – die Beweislast für eine „ordnungsgemäße“ Geschäftstätigkeit liegt dann beim Geschädigten (BGH, Urteil vom 04.02.2021, Az. III ZR 7/20).

Anlagebetrug in Deutschland: Die aktuelle Lage

Die Bedrohung durch Anlagebetrug ist unverändert hoch. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat für das Jahr 2024 einen deutlichen Anstieg der Wirtschaftskriminalität dokumentiert: Insgesamt wurden 61.358 Fälle polizeilich erfasst – ein Plus von 57,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Schadenssumme betrug rund 2,76 Milliarden Euro. Betrugsdelikte stellen dabei mit 743.472 Inlandsfällen weiterhin ein zentrales Phänomen dar, ergänzt durch über 500.000 weitere Fälle mit Auslandsbezug.

Die BaFin warnt regelmäßig vor neuen Betrugsmaschen. Besonders im Fokus stehen aktuell:

  • Anlagebetrug über WhatsApp- und Telegram-Gruppen, bei denen vermeintliche Finanzexperten zu Investitionen in nicht zugelassene Apps verleiten
  • Gefälschte Trading-Plattformen mit professionellem Erscheinungsbild, die Auszahlungen verweigern
  • Krypto-Betrug, bei dem Gelder über verschachtelte Wallet-Strukturen verschleiert werden
  • Romance Scams, bei denen betrügerische Beziehungen als Einstieg für Investitionsbetrug dienen (sogenanntes „Pig Butchering“)

Im Dezember 2025 zerschlugen Polizei und Justizpartner ein europaweites Krypto-Betrugs- und Geldwäschenetzwerk, das laut Medienberichten über 700 Millionen Euro erbeutet haben soll. Die Täter nutzten Deepfake-Videos und fingierte Investmentseiten.

Warnzeichen: So erkennen Sie Anlagebetrug

Die folgenden Merkmale sollten Sie hellhörig machen:

  • Unrealistisch hohe Renditeversprechen bei angeblich keinem oder geringem Risiko
  • Zeitdruck: „Sie müssen jetzt investieren, sonst ist die Chance vorbei!“
  • Fehlende oder gefälschte BaFin-Zulassung (prüfbar in der BaFin-Unternehmensdatenbank)
  • Konten im Ausland, an die Überweisungen getätigt werden sollen
  • Wechselnde Ansprechpartner und unprofessionelle Kommunikation
  • Schwierigkeiten oder Verzögerungen bei Auszahlungen
  • Kontaktaufnahme über soziale Medien oder Messenger-Dienste durch Unbekannte

Tipp: Prüfen Sie jeden Anbieter vor einer Investition in der Unternehmensdatenbank der BaFin und auf den Warnlisten der europäischen Finanzaufsichten (BaFin, FMA, FINMA).

Rechtliche Schritte bei Anlagebetrug: Was können Betroffene tun?

1. Sofortmaßnahmen

  • Keine weiteren Zahlungen an die Plattform oder den Anbieter leisten
  • Alle Beweise sichern: Screenshots, E-Mail-Verkehr, Chat-Nachrichten, Kontoauszüge, Wallet-Adressen und Transaktions-IDs
  • Zugänge zu Online-Banking und Zahlungsdiensten ändern

2. Strafanzeige erstatten

Eine Strafanzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft ist ein wichtiger erster Schritt. Sie setzt strafrechtliche Ermittlungen in Gang. In vielen Bundesländern gibt es spezialisierte Dezernate oder Cybercrime-Zentralstellen, die Erfahrung mit diesen Fällen haben.

Tipp: Lassen Sie sich von unserem Team beraten. Seit 2018 sind wir auf Cybercrime spezialisiert und blicken auf eine Historie unzähliger erfolgreicher Fälle zurück, in denen wir für die Rechte unserer Mandanten (auch als Strafverteidiger bei Geldwäschevorwürfen) eingetreten sind. Haben Sie Fragen? Dann schreiben Sie uns gerne hier.

3. Zivilrechtliche Ansprüche geltend machen

Parallel zur Strafanzeige können zivilrechtliche Schadensersatzansprüche verfolgt werden. Die wichtigsten Anspruchsgrundlagen sind:

  • § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB bzw. § 264a StGB (Schadensersatz wegen Schutzgesetzverletzung)
  • § 826 BGB (sittenwidrige vorsätzliche Schädigung)
  • § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. §§ 32 Abs. 1, 54 Abs. 1 Nr. 2 KWG (bei unerlaubten Finanzdienstleistungen)

Der BGH hat mit Urteil vom 02.12.2025 (Az. II ZR 114/24) erneut bestätigt, dass bei betrügerischen Anlagesystemen auch Geschäftsführer und leitende Funktionäre persönlich über § 826 BGB haften können – selbst für Schäden, die nach ihrer Abberufung entstanden sind.

4. Blockchain-Forensik und digitale Ermittlungen

Gerade bei Kryptobetrug spielt die technische Nachverfolgung von Geldflüssen eine zentrale Rolle. Blockchain-Forensiker können Wallet-Adressen analysieren, Transaktionsketten nachzeichnen und Gutachten erstellen, die Strafverfolgungsbehörden als Grundlage für das Einfrieren von Wallets nutzen können.

5. Nebenklage im Strafverfahren

Opfer schwerer Straftaten können sich gemäß § 395 StPO als Nebenkläger dem Strafverfahren anschließen. Das ermöglicht Akteneinsicht, das Stellen von Beweisanträgen und ein eigenes Plädoyer. Auch die Geltendmachung von Schadensersatz im Strafverfahren (Adhäsionsverfahren) kann sinnvoll sein. Hinweis: Betrug gem. § 263 Abs. 1 StGB ist keine schwere Straftat in diesem Sinne.

Warum ein spezialisierter Rechtsanwalt bei Anlagebetrug wichtig ist

Anlagebetrug ist rechtlich und technisch komplex. Die Täter operieren häufig international, nutzen verschachtelte Firmenkonstrukte und verschleiern Geldflüsse über Kryptowährungen. Eine effektive Vertretung erfordert daher:

  • Fundierte Kenntnisse im Straf- und Zivilrecht, insbesondere im Kapitalmarktrecht
  • Erfahrung mit internationalen Ermittlungen und Rechtshilfeersuchen
  • Zugang zu Blockchain-Forensik und IT-Ermittlern
  • Kenntnis der aktuellen Betrugsmaschen und der Arbeitsweise der Täter

Ein allgemein tätiger Anwalt kann zwar eine Strafanzeige formulieren, wird aber im Bereich der digitalen Vermögensermittlung und der Zusammenarbeit mit IT-Forensikern oft an Grenzen stoßen. Spezialisierte Kanzleien bieten hier deutliche Vorteile.

Dr. Marc Maisch und die Kanzlei Maisch.law: Spezialisierung auf Cybercrime und Kryptobetrug

Dr. Marc Maisch ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht mit Kanzleisitz in München. Er hat Rechtswissenschaften mit IT-Schwerpunkt an der Universität Passau studiert und dort im Datenschutzrecht promoviert. Seine Kanzlei Maisch.law Rechtsanwälte ist auf die Bereiche Cybercrime, IT-Recht und Datenschutz spezialisiert.

Im Bereich Anlagebetrug und Kryptobetrug arbeitet die Kanzlei als Kooperationspartner des Portals kryptobetrugshilfe.de mit einem interdisziplinären Team zusammen. Dieses umfasst neben Rechtsanwälten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auch Blockchain-Forensiker wie Timo Züfle (Crypto-Tracing.com), IT-Forensiker und Ermittler.

Der Ansatz der Kanzlei verbindet juristische Expertise mit technischer Ermittlungsarbeit:

  • Rechtliche Ersteinschätzung des Falls
  • Blockchain-Analyse zur Nachverfolgung gestohlener Kryptowährungen
  • Erstattung von Strafanzeigen und Begleitung der Ermittlungen
  • Zivilrechtliche Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen
  • Unterstützung beim Einfrieren von Wallets und Konten

Dr. Maisch ist über seine anwaltliche Tätigkeit hinaus als Keynote-Speaker, Lehrbeauftragter (unter anderem an der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit) und als Mitgründer der Cybersecurity-Konferenz MCTTP (Munich Cyber Tactics, Techniques and Procedures) tätig. Er ist regelmäßig in Medien präsent, unter anderem im ZDF bei „Aktenzeichen XY“.

Erfahrungen mit Anwalt Dr. Marc Maisch bei Anlagebetrug

Bei der Suche nach einem Rechtsanwalt für Anlagebetrug spielen Erfahrungsberichte verständlicherweise eine wichtige Rolle. An dieser Stelle ist Transparenz geboten:

Uns liegen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags keine unabhängig verifizierten, öffentlich zugänglichen Mandantenbewertungen vor, die wir hier wiedergeben könnten. Mandatsverhältnisse unterliegen zudem der anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht, weshalb konkrete Fallberichte grundsätzlich nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Mandanten veröffentlicht werden dürfen.

Was sich objektiv festhalten lässt: Die Kanzlei ist fachlich auf genau die Schnittstelle spezialisiert, die bei Anlagebetrug entscheidend ist – nämlich die Verbindung von IT-Recht, Cybercrime-Expertise und forensischer Ermittlungsarbeit. Das interdisziplinäre Netzwerk aus Anwälten, Blockchain-Forensikern und IT-Ermittlern ist ein konkreter struktureller Vorteil gegenüber rein juristisch aufgestellten Kanzleien.

Unsere Empfehlung: Nutzen Sie die Möglichkeit eines persönlichen Erstgesprächs, um sich ein eigenes Bild zu machen. Fragen Sie nach Referenzen, dem konkreten Vorgehen in Ihrem Fall und einer transparenten Kostenaufstellung.

Fazit

Anlagebetrug ist eine ernstzunehmende Straftat mit oft verheerenden finanziellen und psychologischen Folgen für die Betroffenen. Die gute Nachricht: Wer schnell handelt, hat durchaus Möglichkeiten, sein Geld ganz oder teilweise zurückzubekommen. Entscheidend ist, keine weiteren Zahlungen zu leisten, Beweise zu sichern und sich frühzeitig an einen spezialisierten Rechtsanwalt für Anlagebetrug zu wenden.

Die Kanzlei Maisch.law bietet mit ihrer Kombination aus juristischer Kompetenz und technischer Ermittlungsexpertise einen Ansatz, der auf die Besonderheiten moderner Anlagebetrugsfälle zugeschnitten ist. Ob und in welchem Umfang eine Rückholung verlorener Gelder im Einzelfall möglich ist, lässt sich nur nach individueller Prüfung beurteilen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Für eine rechtliche Einschätzung Ihres konkreten Falls wenden Sie sich bitte direkt an einen Rechtsanwalt.